In der Nacht des 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg in Berlin von Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützen-Division erschlagen, in den Landwehrkanal geworfen und damit zur Märtyrerin der deutschen Linken — und zu einer Figur, deren intellektuelles Erbe bis heute weiterwirkt.
Aus Polen nach Zürich
1871 in Zamość im russisch besetzten Polen geboren, studierte Luxemburg in Zürich Nationalökonomie und Philosophie — eine der wenigen Universitäten, die damals Frauen zuließen. Sie promovierte 1897 mit einer Arbeit über die industrielle Entwicklung Polens.
Berliner Jahre und Ermordung
Nach ihrer Heirat mit Gustav Lübeck zog sie nach Berlin und wurde zur scharfsinnigsten Theoretikerin der deutschen SPD. Gemeinsam mit Karl Liebknecht gründete sie 1918 die KPD. Im Januar 1919 wurde sie ermordet.