1930 stieg Lola-Lola im „Blauen Engel“ auf das Fass und sang „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“. Ein Welterfolg — und für Marlene Dietrich der Beginn einer Karriere, die sie aus Berlin nach Hollywood, ins Kriegsexil und schließlich zur kulturellen Ikone führen sollte.
Hollywood
Josef von Sternberg holte sie nach Los Angeles. Es folgten sieben gemeinsame Filme, in denen Dietrich zum Inbegriff der androgynen, distanzierten Femme fatale wurde. Sie trug Frack, rauchte öffentlich, küsste 1930 in „Morocco“ eine Frau auf den Mund — Skandale, die ihre Aura nährten.
Im Krieg
1939 wurde sie US-Bürgerin. Während des Zweiten Weltkriegs trat sie unter teils gefährlichen Bedingungen an der Front für die US-Truppen auf — ein Schritt, der ihr in Deutschland jahrzehntelange Anfeindungen einbrachte. Erst spät kehrte sie zur Anerkennung ihrer Heimatstadt zurück.