Als Emily Dickinson am 15. Mai 1886 in ihrem Geburtshaus in Amherst, Massachusetts, starb, kannten nur eine Handvoll Menschen ihre Gedichte. Zehn waren zu ihren Lebzeiten gedruckt worden — die meisten anonym, alle redaktionell verändert.
Das Geheimnis im Schrank
Was ihre Schwester Lavinia nach Emilys Tod im Schreibtisch fand, waren 1.789 Gedichte, sauber abgeschrieben und mit Nadel und Faden zu kleinen Heften gebunden. Es war eine literarische Hinterlassenschaft, die das amerikanische Verständnis von Lyrik neu definieren sollte.