Albert Einstein hat das Bild der Welt verändert wie kaum ein zweiter im 20. Jahrhundert — und sein eigenes Bild gleich mit. Das zerzauste Haar, die Zunge im Schnappschuss von 1951, das gemütliche Genie auf der Veranda: dieses Image hat seine wissenschaftliche Strahlkraft fast überwuchert.
Annus mirabilis 1905
In einem einzigen Jahr — neben seiner Vollzeitstelle am Patentamt in Bern — veröffentlichte Einstein vier Aufsätze, von denen jeder einen Nobelpreis wert gewesen wäre: zur Lichtquantenhypothese, zur Brownschen Bewegung, zur speziellen Relativitätstheorie und zur Äquivalenz von Masse und Energie (E=mc²).
Allgemeine Relativitätstheorie
1915 vollendete er die Allgemeine Relativitätstheorie, die Schwerkraft als Krümmung der Raumzeit beschreibt. Die Sonnenfinsternis-Beobachtung 1919 bestätigte seine Vorhersagen — über Nacht wurde Einstein zum weltweiten Medienstar.
Exil und späte Jahre
1933 verließ er Deutschland, ließ sich in Princeton nieder. Sein Brief an Roosevelt 1939 stieß das Manhattan-Projekt an, ein Schritt, den er später bereute. Er starb 1955 in Princeton.